Ein Kommentar

  1. „Nach dieser richterlichen »Logik« kann man auch eine betrunkene oder gelähmte Frau nicht vergewaltigen, allenfalls sexuell missbrauchen, weil sie in dem Zustand zu keiner Widerstandshandlung fähig ist.“

    Das ist Quatsch. Wenn ein Vergewaltiger sein Opfer mit Drogen in diesen Zustand versetzt, ist das eher strafverschärfend als strafmildernd – die junge Frau hatte die Drogen aber nicht von den Tätern, sondern bereits vorher woanders bekommen, wie genau, wurde nicht geklärt. Inwieweit die zur Tatzeit Jugendlichen den Zustand der Frau überhaupt abschätzen bzw. ihr Verhalten richtig interpretieren konnten, war von Seiten der vernehmenden Richter mit Sicherheit besser zu erkennen als jetzt von Außen anhand der spärlichen Information.

    Insofern ist die Urteilsbegründung am Ende des Artikels absolut nachvollziehbar und spricht nicht für ein anderes Verhalten der Gerichte als früher, wie es hier suggeriert wird.

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