Kretschmann zur Integration von Muslimen

Der jetzige baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Muslime in Deutschland zu einer Reform des Islams aufgerufen. („Eine Religion muss sich reinigen“; Interview in WELT AM SONNTAG). Der 67 jährige Winfried Kretschmann hat ein bewegtes Leben hinter sich. Als ehemaliger Oberministrant und heutiger praktizierender Katholik war er in seiner Jugend Mitglied des Kommunistischen Bundes Westdeutschland, dem größten der marxistisch-leninistischen bzw. maoistischen K-Gruppen, zu denen z.B. auch die ehemalige Bundesministerin und heutige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Ulla Schmid sowie Jürgen Trittin gehörten.

(Von Burkhard Willimsky)

Als ideologische Leitfigur galt damals für nicht wenige Mitglieder der K-Gruppen besonders Mao Zedong. Trotz erheblicher Differenzen zwischen diesen Gruppen, war man sich weitgehend einig in dem Ziel, die Strukturen des „BRD-System“ zu zerschlagen. Kretschmann war deshalb als angehender Gymnasiallehrer aufgrund des damaligen „Radikalenerlasses“ zeitweise vom Berufsverbot bedroht.

Als Mitbegründer der Grünen in Baden-Württemberg wurde er 1980 Politiker und gilt heute laut Wikipedia als liberaler und konservativer Vordenker seiner Partei. In dem o. g. Interview lobt Kretschmann Angela Merkel:

„Die Kanzlerin ist ein unglaublicher Stabilitätsfaktor in Europa und sie zeigt große Weitsicht. Wenn wir wieder nationale Grenzen errichten, schaltet Europa den Rückwärtsgang ein. Dann droht das europäische Projekt zu scheitern. Das will ich verhindern, und ich bin ganz an ihrer Seite. Wir brauchen mehr Europa und nicht weniger. Das zeigt der Terrorismus überdeutlich.“

Zur Frage, ob Kretschmann nicht eine Veränderung des Islams in Deutschland fürchtet, die sich vom aufgeklärten zum arabischen Islam hin entwickelt, sagt er:

„Vor allem die Muslime selber müssen sich darum kümmern, dass es nicht soweit kommt. Ihre Stimme erheben, wenn der Islam missbraucht wird. Es geht nicht darum, von den Muslimen andauernd zu verlangen, sich vom Terror zu distanzieren. Es geht um viel mehr: Im Islam gibt es vermehrt fundamentalistische Strömungen, die sich auch gegeneinander richten. Der Islam steckt in einer Krise. Da ist meines Erachtens Reformation angesagt. Dieses Problem können nur die Muslime selbst lösen“.

Auf die Frage: was erwarten Sie von den Muslimen? , antwortet der Ministerpräsident:

„Der Islam muss sich von diesen gewalttätigen Exzessen reinigen. Dass sich eine Religion immer wieder reinigen muss, ist nichts Neues. Das musste das Christentum auch. Bei uns ist es Vergangenheit. Jede Religion muss darauf achten, zeitgemäß zu sein. Das ist die Aufgabe der Muslime. Es geht überhaupt nicht darum, friedliche Muslime in einen Topf zu werfen mit Terroristen, die den Islam nur missbrauchen. Denn die überwiegende Mehrheit von ihnen ist ja gegen diesen Fanatismus. Im Gegenteil: Wir müssen verhindern, dass der Terrorismus mit der Flüchtlingsfrage vermischt wird. Aber dass Klärungsbedarf da ist, steht außer Frage.“

Weiterlesen: pi-news.net

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