DDR? Können wir auch!

Wieso »Klimaschutz« plötzlich keine Rolle mehr spielt, wie Gewerkschafter das Feuern lernen, und warum wir lieber die Klappe halten / Der Wochenrückblick mit Hans Heckel

IMG_0276Soviel haben wir ja schon gelernt: Einer der wichtigsten Gründe, warum jetzt Millionen ihre Heimat verlassen, ist der „Klimawandel“. Der verwüstet nämlich einst fruchtbares Land oder setzt Inseln und Küsten unter Wasser. Deshalb müssten die Leute eben weg.

Schuld an dem Wetterverbrechen sind, wer sonst, wir natürlich. Weil wir das Klima zerstören. Deshalb müssen wir noch viel mehr Geld dafür ausgeben, unsere Häuser besser zu dämmen und überhaupt weniger Energie zu verbrauchen, sonst kämen nämlich noch mehr Flüchtlinge. Neben der „Ausbeutung der Dritten Welt“ durch den deutschen Durschnitts-Steuerzahler ist der Klimawandel das neue große Instrument zur Einprägung von Schuldgefühlen und Zahlungsbereitschaft.

Öffentlich wagt niemand zu widersprechen. Zweifeln tun wir daran nur zuhause im Geheimen. Da kommen uns die bohrenden Nachtgedanken, die einen vor drei Uhr morgens nicht einnicken lassen: In welcher Hinsicht sind die Bewohner des afghanischen Hochlandes vom steigenden Meeresspiegel bedroht? Warum sind unter den Klimaflüchtlingen denn keine von den angeblich absaufenden Südsee-Atollen, die doch besonders betroffen sein sollen?
Überhaupt: Bei der letzten knackigen Eiszeit waren die Wüsten, ob aus Sand, Eis oder Gestein, viel größer als heute, das lehrt die Erdgeschichte. Wieso müssen die Leute flüchten, wenn infolge von Erwärmung das urbare Land global immer mehr wird statt weniger?

Wie gesagt, solche Fragen stellen wir nur nachts unter der Bettdecke. Nach dem Frühstücks-Ei ist die Klimawelt wieder in Ordnung und wir singen im Takt: Unser sei die Schuld am Klimawandel und damit am Schick­sal der Flüchtlinge.
Es sei denn, sie fliehen vor Krieg, dann waren es „unsere“ Waffen. Und wenn deutsche Waffen in dem Krieg gar nicht zum Einsatz kamen? Jetzt werden Sie mal nicht kleinkariert.

Als wir neulich wieder so richtig im Schwung waren mit dem Nachsingen der Klimahymne, blieb uns jedoch schlagartig die erderwärmte Luft weg wegen einer Nachricht, die wir so ganz nebenbei aus dem Frühstücksfernsehen empfingen: Um schneller Wohnungen für Asylbewerber bauen zu können, sollen massig Klima-Auflagen „ausgesetzt“ werden. Weil das Bauen sonst zu teuer würde und zu lange dauerte.
Haben wir das richtig verstanden? Wir produzieren zusätzliche Fluchtursachen, um mit den Fluchtfolgen besser zurechtzukommen? Das ist ja, als würden wir in den „Herkunftsländern“ Häuser abreißen, um Steine zu gewinnen zum Bau von Unterkünften für die Menschen, die aus den Ländern nur fliehen mussten, weil wir ihr Haus dort abgerissen haben.

Wir leben in aufregenden Zeiten. Oder in verlogenen: Vielleicht war das mit dem „Klimaschutz“ ja alles gelogen, nur um uns das Geld aus der Tasche zu locken. Wenn „Klimaschutz“ Lüge war, kann man ihn ja auch fallen lassen, sobald man etwas Besseres gefunden hat.
Konkret: Wenn die Bauwirtschaft mit dem Bau von billigen, kaum isolierten Massenquartieren ebenso viel Geld verdienen kann wie bislang mit der Errichtung von „klimaneutralen“ Hightech-Bunkern – wozu dann der Aufwand?

Glücklicherweise macht sich in dem Asylgetöse kaum einer Gedanken über solch pikante Einzelheiten. Dennoch schwindet die Zustimmung der Deutschen zur Zuwanderungspolitik von Woche zu Woche weiter.
Da war es für Kanzlerin Merkel eine willkommene Erholung, als sie auf dem Gewerkschaftstag der IG Metall endlich mal wieder mit herzlichem Beifall bedacht wurde für ihr „Wir schaffen das!“ und die obergrenzenlose Zuwanderung. Die Delegierten hielten begeistert Schilder hoch mit der Aufschrift „Refugees Welcome“.

Merkel bedankte sich voller Rührung bei den Gewerkschaftern, meldet die Tagespresse. Und die IG Metall redet nicht bloß, sie handelt auch. Der frisch gewählte neue Gewerkschaftsboss Jörg Hofmann fordert, dass Arbeiter und Angestellte, die „rassistische und fremdenfeindliche Kommentare im Netz veröffentlichen“, umgehend zu feuern seien: „Wer hetzt, der fliegt. Das muss jedem klar sein.“

Bei solcher Meinungszucht fühlt sich manch einer an die DDR erinnert. Gelernte DDR-Bürger sind da differenzierter. Die PAZ-Autorin und DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld erinnert sich: „Während man sich im DDR-Original ein Berufsverbot durch längere hartnäckige Opposition redlich verdienen musste, genügt in Helldeutschland ein falscher Satz auf Twitter und man ist seinen Moderatoren-Job beim Radio los. Ein als falsch angesehener Ratschlag in einer Kolumne reicht aus, um gefeuert zu werden.“

Weiterlesen: preussische-allgemeine.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.